Der Hund, der zum Bankräuber wurde

Im Januar 1963 saß Paul McCartney in Tony Abbots „Inoffiziellem Beatles-Kalender“ auf einem Bett. McCartney spielte eine Guild D 25 M, auf dem Kopf natürlich, weil er ja Linkshänder ist. Tony bemerkte erst am 11. Januar, dass diese Gitarre seiner eigenen ähnelte wie ein Ei dem anderen.
Er hatte sie 1973 in Deutschland angeschafft, als er ganz oben gewesen war. Er hatte sie aus einer Laune heraus gekauft. Es war ein klirrendkalter Novembertag, und die Band würde bald der Straße für dieses Jahr den Abschiedskuss geben.
Aber als sie dann wieder in Irland waren, gab die Band der Straße für immer den Abschiedskuss. Das „Selbe Alte Selbe Alte“ hatte sie alle eingeholt. Sie mussten an Frau und Kinder denken, und die Wirtschaftskrise würde nie ein Ende nehmen. Sie alle hatten genug verdient, um sparsam zu leben, alle außer Tony, der fast sein ganzes Geld in exotischen und nicht so exotischen Bars in ganz Europa hinterlassen hatte. Jetzt war er also mit seiner Guild D 25 M allein.
Und Tony Abbot saß auf einem Bett in einem total heruntergekommenen Ein-Zimmer-Loch am Gardiner Place und stellte eine Dosis von geschundenen Songs für die lärmenden Dubliner Kneipen zusammen.

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