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Moralproletarier
Dienstag, 5. Dezember 2017, 10:58 Uhr
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Gestern hörte ich es das erste Mal: Moralproletariat und Moralaristokratie.

Gefällt mir. Ich weiß jetzt nicht, ob es bei der Linken opportun sein wird „Moralproletarier aller Länder vereinigt euch!“ zu fordern. Das Moralprotelariat ist, denke ich, ein wenig pfui. Ich gehöre auch dazu. Ich esse Fleisch, das nicht aus nachhaltig geführten Farmen stammt, ich gehe auch schon mal zu McDonalds, ich verachte Israelbokottierende Künstler, ich bin nicht der Meinung, dass ich Schuld an der Korruption und dem allgemeinen Versagen von afrikanischen Staaten habe.

Vielleicht könnten die beiden Begriffe noch um „Moralsnob“ erweitert werden. Als Verächter von Öfis, ÖV, usw. und überzeugten Fußgänger darf man mich darunter zählen. Denn es gilt immer noch das Wort von Curd Jürgens: “Ich kann auf alles verzichten, außer auf Luxus.”

Ist Moral Luxus?
Wie war das mit Brecht?



Erstaunlich,
Samstag, 2. Dezember 2017, 11:20 Uhr
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immer wieder, wie der über seiner Arbeit zweifelnde, der Depression hingeneigte Autor sich auf den Weg ins Studio macht, und nach einer kurzen, aber äußerst intensiven Auseinandersetzung mit schwerem Eisen, schwitzend und leidlich schwer atmend auf dem Nachhauseweg gewahr wird, dass sich sein Geist frei gemacht hat, dass er gleichsam, kraft der körperlichen Anstrengung, beschwingt und gelassen und voller Tatendrang sich wieder an seine Arbeit machen wird.

Nicht ohne Zweifel. Aber der ist der Arbeit innewohnend und wird gebraucht.



Bono?
Freitag, 1. Dezember 2017, 18:31 Uhr
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LOL!