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Das Sprüchemuseum (105)
Samstag, 8. Dezember 2018, 21:00 Uhr
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Adventskalender der guten Fragen: Der Schriftsteller Feridun Zaimoglu ist Deutscher und Muslim. Wie ergeht es ihm an Weihnachten?

SPON

Wir sagen: Der Schrifsteller Andreas Niedermann ist Schweizer und Atheist. Wie ergeht es ihm an Weihnachten?

Antwort: Er wird da durch müssen, wie alle anderen Hindus, Buddhisten, Juden und Sihks. Fragt die eigentlich jemand?



Dann sah ich
Montag, 3. Dezember 2018, 10:38 Uhr
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mir einen amerikanischen Comedian an. Er war schwarz und nicht wirklich gut und auch nicht wirklich schlecht, und dann machte er einen Trump-Witz und ich wechselte zur „Anstalt“ auf 3Sat, hörte zwei Witze, die so simpel und dumm waren, dass ich mich fragte, wie verblödet links man sein muss, um sich das anzusehen; und so zappte ich zu den Nachrichten wo gerade der „poetische Revolutionär“ Konradin Wacker vulgo Konstatin Wecker seine im Brechtstil vorgetragenen Platitüden absonderte. „Sag Nein“, heißt das neue Werk, und das fand ich dann doch gut, und ich sagte „Nein“ zu Wecker und sah mir eine starke Doku über den ehemaligen Pornostar Rocco Sifredi an, und es war, als kehrte man in die Gemeinschaft wirklicher Menschen  zurück.



Das Sprüchemuseum (104)
Freitag, 30. November 2018, 17:36 Uhr
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„… Von der Qualität amerikanischer Serien sind wir in Deutschland Lichtjahre entfernt, ich wiederhole: Lichtjahre – aufgrund der Autoren und der Schauspieler die sowas auch spielen können.”

Harald Schmidt

Wir sagen: Merci beaucoup, Harald Schmidt. Wir fühlen uns mit einem Mal nicht mehr ganz so einsam.



Das Sprüchemuseum (103)
Mittwoch, 28. November 2018, 13:05 Uhr
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“Zu den Gilets jaunes sage ich: Ich habe langsam die Schnauze voll von all jenen, die die Schnauze voll haben. Ich prostestiere aufs Schärfste gegen den Protest.”

André Basomme, Limoges.

Wir sagen: Recht so. Das ist mal ein guter Anfang.



Das Sprüchemuseum (102)
Freitag, 23. November 2018, 18:49 Uhr
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„…  Denn so eine Einstellung kann man nur haben, wenn man auf Kosten des Rests der Welt lebt… Prost!”

Ein Posting zu einem Kommentar, der sich ablehnend mit dem Migrationspakt beschäftigt.

Wir sagen: Welche Einstellung wäre denn die Richtige, um auf Kosten des Rests der Welt zu leben?



Superbastards & Songdogs
Donnerstag, 15. November 2018, 14:52 Uhr
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Willkommen im Kult-Bau!

Wir laden Sie herzlich zur nächsten Veranstaltung ein:

Dienstag, 20. November 2018, 20:00 Uhr

SUPERBASTARD

COMES TO TOWN

Mit Susann Klossek, Andreas Niedermann

& Benedikt Maria Kramer

Moderation: Florian Vetsch

All das, was du in deinem Leben bislang getan hast,

hat dich vor diese Tür geführt.

Was immer sich dahinter befinden mag,

du wirst sie öffnen und es herausfinden.

(aus: Andreas Niedermann: Blumberg – Kriminalroman.

Songdog. Wien 2018)

Kult-Bau, Konkordiastrasse 27,

9000 St.Gallen

Eintritt frei (Kollekte)

Weitere Informationen sowie Angaben zu den weiteren Veranstaltungen

im Kult-Bau finden Sie auf unserer Facebook-Seite:

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Oder auf der Kult-Bau-Webseite

Wir freuen uns auf Sie!

Noisma im Kult-Bau

Daniel Fuchs, Clemens Umbricht, Florian Vetsch


Arnold Billwiller-Stiftung



Seine 20 und meine 2
Mittwoch, 14. November 2018, 18:03 Uhr
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Kürzlich hat der tolle Schauspieler Simon Schwarz was tolles gesagt. Er sagte, sinngemäß, dass er am Set kaum zwanzig Prozent von dem umsetzen kann, wie er sich im Geiste seine Rolle vorstellt. Ja, Mann, dachte ich, so geht es mir auch. Wenn ich in der Wanne liege oder herumgehe - da sind die Orte, wo ich mich am meisten mit dem Schreiben beschäftige - dann ist das, was ich im Geiste schreibe, fuckin’ druckreif, musikalisch, rhytmisch vollkommen, klug und lesenswert.

Wenn Simon Schwarz zwanzig Prozent von seiner Vorstellung dann tatsächlich rüberbringt, so stehe ich da mit meinen 2 Prozent und frage mich, wie er das, zum Hugo, nur macht?



Hinsehen
Montag, 12. November 2018, 17:42 Uhr
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Es heißt ja immer und immer wieder: Man soll hinsehen.
Man soll hinsehen, wenn jemand diskriminiert, angegriffen, angepöbelt, gemobbt wird.

Wissen diejenigen, die solches postulieren auch, was das für den Hinseher bedeutet? Wohl nicht. Sonst würden sie nicht so leichtfertig daherreden.

Neulich bei der U-Bahnstation (U6) kam ich gerade dazu, wie drei Undercut-Typen einen eher schmächtigen Burschen mit einer Kippa auf dem Kopf anpöbelten, und als der sich nicht einschüchtern ließ, fingen sie an, ihn zu schlagen. Ich, also ich, bleib stehen und seh hin. Fuck, das war unschön. Fast hätt ich eingegriffen, aber da es hieß, man soll hinsehen, sah ich halt hin, obschon ich es kaum aushielt.

Dann kamen zwei andere Kerle, und wollten dem Kleinen zu Hilfe kommen, da bin ich zu ihnen hin, und hab gesagt, sie sollen das sein lassen und einfach mal „Hinsehehn.“ Zuerst wollten sie nicht auf mich hören, aber dann sahen sie es doch ein. Und dann standen wir zu dritt da, und haben hingesehen.

Meine Güte, kriegte der Kleine auf die Fresse!
Zum Glück haben wir hingesehen.



Das Sprüchemuseum (101)
Samstag, 10. November 2018, 17:04 Uhr
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“Werden verbesserte Zustände den Menschen bessern? Läuft nicht alles auf idiotische Schießereien vor den Gebäuden der Macht hinaus? Und selbst wenn die Zustände sich besserten, wird der Mensch nicht genau das gleiche faule und genußsüchtige Vieh bleiben, das sich von der andern Tierheit nur durch technische Mordtalente und eine überfütterte Eitelkeit unterscheidet? Ekelhafte Sackgassen überall!”

Franz Werfel (aus dem Roman „Barbara oder die Frömmigkeit”

Wir sagen: Herrgottsack! Jetzt plagieren schon die Expressonisten unsere Texte!



Zu teure Spionage
Freitag, 9. November 2018, 17:41 Uhr
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Österreich hat einen Spionagefall. Es kam raus, dass ein Oberst des Bundesheeres bereits seit den 90-er Jahren für die Russen spioniert und dafür € 300’000.- kassiert hat.

Das scheint uns reichlich teuer zu sein. Warum hat Putin nicht einfach die Außenministerin und/oder den Innenminister (FPÖ) gefragt? Die hätten bestimmt umsonst Auskunft gegeben.