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“Blumberg” in der Presse
Mittwoch, 19. September 2018, 10:59 Uhr
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„Blumberg“ in der Schweizer Presse:

Nach „Migroszeitung”, „Saiten“, „Weltwoche” nun auch in „Tagesanzeiger”, “Basler Zeitung” und “Der Bund”.

https://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/moerderisch-heisser-sommer-in-wien/story/23457232



Das Sprüchemuseum (97)
Mittwoch, 19. September 2018, 09:22 Uhr
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“In vielen Fällen kennen wir die Fakten nicht. Es ist obszön, etwas eine Bewegung zu nennen, was eigentlich eine Reihe von individuellen Anklägern, Opfern und Vorwürfen ist. Wovon einige unbegründet sind. Mittlerweile besteht der Geist dieser #Metoo-Bewegung größtenteils darin, Männer und Frauen zu spalten”

Sean Penn

Wir sagen: Gut gesprochen, Sean. Wir stehen (fast) geschlossen hinter dir. Aber klingt deine Aussage nicht auch wie ein verklausuliertes: „Ich steh auf Hassmails, und Filme will ich auch keine mehr drehen!“
Wir hoffen nicht.



Die Kraft des Namens
Donnerstag, 13. September 2018, 15:44 Uhr
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Inger-Maria Mahlke wird den deutschen Buchpreis gewinnen.
Ich schätze, das wird sie zu etwa 33,333 % weil sie weiblichen Geschlechts ist, und vermutlich geht der Rest auf das Konto ihres Namens. Nichts gegen ihr Buch. Aber die anderen Nominierten hätten ihn vermutlich auch verdient.
Mit dem Namen Susanne Röckel (die andere nominierte Autorin), kann man zur Not noch in einem Büro oder in einer Anwaltskanzlei jobben. Als Inger-Maria Mahlke geht das nicht. Wo käme man da hin. So jemand ist schon des Namens wegen gezwungen, Autorin zu werden. Oder Geigerin.

Wie auch immer: Vermutlich irre ich mich. Wie meistens.

Neulich hörte ich einen Comedian sagen:“Eines Morgens wachte ich auf, und mir war klar, dass alles was ich bis anhin gedacht habe, falsch war.”

Das gefiel mir. Dieses Gefühl kenne ich…



Unterschiede
Mittwoch, 12. September 2018, 14:01 Uhr
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Was ist der Unterschied zwischen einem Autor und einem Koch für Kinder?

Im Prinzip keiner. Beide geben ihr Bestes. Und das Publikum hält “Nudeln mit nix” für das Größte.



Der Grund
Dienstag, 11. September 2018, 10:02 Uhr
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Heute saß ein Neuer vor dem Laden. Er war ziemlich jung, hatte einen Bart und hockte auf einem Bündel, vielleicht seinem Schlafsack. Er war dreckig, und alles an seiner Kleidung war zerschlissen. Keine Frage: Ein Sandler.
Er hatte eine Platz beinahe in der Mitte des Gehsteigs gewählt, saß da, beide Hände zu einer Bettelschale geformt.

Als ich den Laden verließ, suchte ich einen Euro heraus, ging zu ihm hin und legte die Münze in die Handschale. Der Typ sah nicht einmal auf, sagte kein Wort, und ließ die Münze mit einer fließenden Bewegung in seiner Hemdtasche verschwinden, als hätte ich bei ihm eine längst fällige Schuld beglichen.

Ich ging weiter und lachte. Der Scheißkerl zwang mich, darüber nachzudenken, warum ich ihm den Euro gegeben hatte. Ja, warum eigentlich? Der Typ war mir egal, wie jeder andere, den ich nicht kannte. Er konnte von mir aus verhungern, es scherte mich nicht. Und trotzdem hatte ich ihm Geld gegeben. Ich hatte keine Antwort. Das war interessant.

Ich glaube, ich habe ihn verwechselt. Mit einem anderen Penner, den ich manchmal morgens im Laden das erste Billigbier zischen sah. Ich glaube, ich wollte ihm zu seinem ersten Bier verhelfen. Aber er war es nicht. Es war ein anderer. Der trank vielleicht nicht mal Bier.

Ich hoffe, morgen ist wieder die reguläre rumänische Bettlerin beim Eingang. Sie hat ein bezauberndes Lächeln voller Zahnlücken, und winkt mir immer schon vor weitem zu. Und wenn ich vorbei gehe, spricht sie mit mir, sprudelt los, obwohl ich außer:“Wie geht’s?“ nie etwas sage.

Ich mag sie. Das ist der Grund, warum ich ihr (fast) immer was gebe.



Das Sprüchemuseum (96)
Sonntag, 9. September 2018, 16:56 Uhr
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„…Der deutsche Wettbewerbsbeitrag hält sich eng an die Vita von Gerhard Richter, vermag aber nur auf recht einfältige Weise vom Wechselverhältnis von Kunst und Leben zu erzählen…”

DerStandard

Wir sagen: Wie fertig Deutschland zur Zeit hat, zeigt sich allein schon im Umstand, dass die teigige Regiepflaume Florian Henckel von Donnersmarck mit seinem Streifen „Werk ohne Autor“ in den Oscar-Wettbewerb geschickt wird.
Es passt, wie man sagt, wie die Faust aufs Auge. Was schon vor Jahren mal funktioniert hat, wird bestimmt immer noch funktionieren. Ad infinitum.

Wir wünschen rundheraus: Gute Gesundheit.
Vielleicht wär mal ein Untersuch angebracht?



Die dümmste Wespe der Welt
Mittwoch, 5. September 2018, 17:53 Uhr
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Auf dem Tisch liegt ein Blech mit einer vorbereiteten Pizza. Ist alles drauf: Käse, Tomaten, Schinken, Mais. Und natürlich Teig. Sie liegt also da, bereit für den Ofen, während ich die zweite vorbereite.
Eine Wespe umschwirrt schon lange die wunderbare Tafel. Sie schwirrt und schwirrt und schwirrt, und ich lasse sie schwirren, denn ich finde, sie soll auch was haben. Aber sie schwirrt nur. Kann sich nicht entscheiden. Schinken oder Käse? Teig oder Tomaten? Nix da. Sie schwirrt.

Dann ist auch das zweite Blech fertig. Wespe schwirrt. Ich mache einen Salat. Die Wespe schwirrt.
Dann ist Zeit, die Pizze in den Ofen zu schieben. Die Wespe hatte eine halbe Stunde um sich was abzuzwacken. Aber sie schwirrt weiter herum. Vermutlich will sie einfach nur schwirren und nicht fressen. Eine Fitness-Wespe auf Diät. Meinetwegen.

Die Bleche kommen ins Rohr. Zuerst das eine, dann das andere. Und als ich die Ofentür schon fast geschlossen habe, pfeilt die Wespe in den Spalt und verschwindet in der Hitze. In letzter Sekunde, sozusagen.

Ihre Leiche wurde noch nicht gefunden.
Dies war die dümmste Wespe der Welt. Oder war sdoch Absicht? Die letzte Action der Suicide-Kid-Wasp?



Messer
Mittwoch, 5. September 2018, 09:25 Uhr
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https://www.achgut.com/artikel/die_spur_der_messer



Das Sprüchemuseum (95)
Dienstag, 4. September 2018, 19:11 Uhr
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„Nur weil ich kein Nazi bin, bin ich nicht links.”

Katharina Hölter

Wir sagen: Nach all dem „kein Bock auf Nazi“-Gerede, und dem restlichen Unsinn, erscheint es wie ein Wunder, dass es noch Klugheit gibt.
Wir schließen uns an.



Kein Bock
Donnerstag, 30. August 2018, 18:41 Uhr
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Las neulich dass die Initiative “Kein Bock auf Nazis” von Musikern wie den Ärzten, den Toten Hosen, Casper, Deichkind und Fettes Brot unterstützt wird.

Ja. Kein Bock auf Nazis. Aber auch kein Bock auf die, die keinen Bock auf Nazis haben.
Was wurde eigentlich aus dem guten alten „Kein Bock auf irgendwas?“ (Oder so)

Neulich hörte ich einen Comedyan sagen, dass, wenn er an einem Diner die Wahl hätte, zwischen der Anwesenheit von Hitler oder einem Typen mit Lebensmittelallergien, er sich für Hitler entscheiden würde. Er nahm den kleinen Kerl dann - pantomimisch - kumpelhaft in den Schwitzkasten und schimpfte ihn aus.
Geht’s mir auch schon so? Campino oder Björn Höcke? Man führe mich nicht in Versuchung.

Kein Bock auf Nazis? Kein Bock auf Krieg. Kein Bock auf Bomben und Mord. Kein Bock auf Krebs und Herzinfarkt. Kein Bock auf Vergewaltiger.

Warum nur engagieren sich diese Berühmtheiten immer für „Nona“-Themen?

Die Songdog Redaktion unterstützt aus vollem Herzen und leeren Kassen: Kein Bock auf kein Bock.

Unterstütze auch du uns. Thanx!